Heute hatte ich nach meinem Nachtdienst keine weiteren Aufgaben und so freute ich mich auf einen erholsamen Samstag, der mit unserer Vereinsweihnachtsfeier einen schönen Ausklang haben sollte.

Um 8:30 Uhr sollte ich unseren Weihnachtsbaum aus der Fasanerie abholen. Da aber der Verkauf erst um 9:00 Uhr anfing, unternahmen wir zunächst einen Spaziergang durch den Wald. Nachdem der Kauf der Bäume, wir nahmen den für meine Schwiegereltern gleich mit, unter Dach und Fach war, fuhren wir noch rasch zum nächsten Supermarkt, um die restlichen Sachen einzukaufen, die für die Woche noch fehlten. 

Mit den beiden Bäumen im Kofferraum fuhren wir zu meinen Schwiegereltern, um nur kurz "Hallo" zu sagen und um ihren Baum abzuliefern. Zu unser beider Entsetzen war bei den beiden "Mitachzigern" der zweite Frühling ausgebrochen. Denn trotz diverser Prothesenoperationen an Knie und Hüfte standen beide auf der Hausleiter, um den Fenstern und den Gardinen zu neuem Glanz zur festlichen Weihnachtszeit zu verhelfen.

Also schwangen meine Frau und ich schon nach kurzer Zeit Putzlappen und Fensterleder und ich wurde zum neuen Fensterdekorateur ausgebildet.

Als alle Fenster strahlten und die Vorhänge wieder an alter Stelle hingen war es 12:45 Uhr und wir kamen in letzter Sekunde noch rechtzeitig auf den Wochenmarkt, um uns unser gesundes Grünfutter zu besorgen.

Dabei kam meiner Frau die Idee, mit mir gemeinsam ein Weihnachtsgeschenk für mein Patenkind Lukas und für seinen Bruder Felix zu besorgen. Also stürzten wir uns hinein in das Weihnachtsgetümmel und durchforsteten die vielen Regale in den diversen Spielwarenläden und Abteilungen.

Mittlerweile war es nach 15:30 Uhr, als wir ziemlich bepackt und müde nach Hause stiefelten. Um 16:00 Uhr wollte ich zum Flossenschwimmen nach Hösbach ins Hallenbad, also keine Zeit um sich irgendwie ein klein wenig zu erholen.

Für diese Uhrzeit war es im Becken ziemlich leer so daß ich frei meine Bahnen ziehen konnte. Zuerst mit kleinen Paddles 500m zum einschwimmen, dann 500m mit Flossen und kleinen Paddles, danach 500m mit großen Paddles und als letztes 500m mit Flossen und großen Paddles. Mit 2000m wollte ich mich zufrieden geben und so schwamm ich mit kleinen Paddles nochmals 2000m in exakt 54:00min.

Danach fuhr ich um 18:30 Uhr nach Hause und war total platt, unfähig mich noch für irgend etwas zu motivieren oder zu begeistern. Also sagte ich schweren Herzens bei Marco Schreck für die Weihnachtsfeier ab und um 19:35 Uhr fiel ich einen Tiefschlaf, von dem ich erst am nächsten Tag um 7:30 Uhr erwachte.

Keep on sleeping.

Nachtschicht - na und. Um 12:00 Uhr probierten Marco Schreck und ich das Schwimmen bei gezogener Leine im Vitamar aus und es wurde ein schönes Training. Für die Nichtschwimmerzone ist nach 40m eine Schutzleine quer zur Schwimmrichtung durch das Becken gezogen, was das normale Schwimmen nicht zuläßt.

So vereinbarten wir schon nach ca 40m zu wenden und rechneten 20 Bahnen hoch auf 800m. Diese Strecke schwammen wir dreimal mit zunehmendem Tempo, aber alles im Grundlagenbereich, nicht schneller als 1:40-1:44min/100m.

Zum Abschluß schwammen wir um die 3000m voll zu bekommen die 50m Bahn durch die Leine. Aber wir kamen beide zu der Erkenntnis, daß die 40m Variante die eindeutig bessere ist.

Da ich heute noch genügend Zeit für ein zweites Training hatte, ging ich um 16:00 Uhr auf die Laufpiste und legte in meine 13km Strecke 3x1000m in 3:50-3:55min/km. Für die komplette Strecke benötigte ich 57:00min.

Keep on training.

Frühdienst - Pflegekonferenz - Apothekenbegehung auf Station - Stationsweihnachtsfeier - Ruhetag oder so ähnlich.
 
Keep on fighting.

Ein schwerer Frühdienst bis nach 16:00 Uhr und danach den großen Wocheneinkauf, der immer größer zu werden scheint und dann noch nach 19:00 Uhr ins Hösbacher Hallenschwimmbad und du weißt wem die Stunde geschlagen hat, nicht Gary Cooper sondern dir.

So war meine Wahl auf 1x3000m eine mutige, aber denoch richtige Entscheidung. Ich kontrollierte meine Tempo alle 500m und kam immer besser in Fahrt. Mit 8:50min und 8:40min lag ich gut in der Zeit.

Trotz weniger Badegäste war das Wasser sehr unruhig und ich mußte beim Atmen den Kopf gehörig in die Höhe strecken, um nicht ständig etwas Wasser zu verschlucken.

Die nächsten Abschnitte waren mit 8:30min und 8:30min exakt gleich schnell. Das Tempo war gut gewählt, denn ich fühlte nach jeder Bahn zunehmends besser.

Die letzten beiden 500m waren mit 8:20min und 8:10min die schnellsten und ich war mit genau 51:00min für die 3000m äußerst zufrieden, nach so einem langen Tag so eine Leistung abrufen zu können.

Keep on fighting.

Endlich waren wir vernünftig und unser eingeschlagenes Tempo für die gemeinsamen Trainingsläufe, die jeden Dienstag Abend stattfinden und im GA1 Bereich liegen sollen, war mit 4:50-5:00min/km genau richtig gewählt. So waren die 20km leichtfüßig und ich kam entspannt nach Hause.

Keep on running.  

Frühschwimmen mit Marco Schreck, er seine 10x300m Technik, ich meine 3x1000m mit Handschuhe, ist ja schließlich Wintertraining.

Keep on warming. 

Heute stand der fünfte Lauf der Goldbacher Winterlaufserie 08/09 auf meinem Plan und mit so vielen Startern waren wir auch von unserem Verein TriTeamSSKC Aschaffenburg an den Start gegangen.

Marco Bischof, der eigentlich gestern in Jügesheim die Beine fliegen lassen wollte, dem es aber deutlich zu naß gewesen war, zog einen Start am nächsten Tag in Goldbach vor und war mit 46:41min in seinen Möglichkeiten locker unterwegs gewesen.

"Paul", Andre Dwehus hielt sich an den schönen Frauen fest und war mit seiner Zeit von 40:56min sehr zufrieden.

Martina Seidel lief eine neue Bestzeit und ließ mit ihrer Zeit von 57:59min einige Damen und Herren hinter sich, die auf deutlich mehr Laufjahre und Trainingskilometer zurückblicken können.

Ich hatte mit meinen 42:27min meine diesjährige Bestmarke nur um 5sec verfehlt, obwohl ich meine leichte Erkältung vom Mittwoch noch etwas spürte und die Laufbedingungen mit dem tieferen Boden deutlich schwerer ausfielen wie bisher.

Das erste Mal in dieser Serie stellte sich endlich das Gefühl bei mir ein, die Strecke flüssiger durchlaufen zu können um am Ende noch Reserven zu haben.
 
Summa sumarum fuhren wir zufrieden und entspannt wieder nach Hause um uns für das abendliche Schwimmtraining im Vitamar zu eholen.

Marco Bischof und ich fuhren gemeinsam nach Kleinostheim und gemeinsam mit Marcel, Ralf und Michael kamen alle Schwimmhilfen zum Einsatz, bei mir insbesondere die Kurzflossen, um endlich auch die Beine mit zu trainieren.

Keep on training.

hubertuswiedermann

  • hubertuswiedermann
  • : männlich
  • : 12.06.1966
  • : verheiratet / in Partnerschaft lebend / in eheähnlicher Gemeinschaft lebend
  • : Aschaffenburg Bayern
  • : lt.Krankenpfleger Laufsport seit 1988 Triathlonsport seit 2008

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  • Thomas Hock LuT Aschaffenburg
  • Auf dem Weg zum zweiten Wendepunkt
  • Tempoaufnahme kurz nach dem Start
  • Start des 25km Lauf
  • Marco Bischof und Hubertus vor der Anmeldung

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