Ich habe anscheinend die beiden letzten Radeinheiten und die gestrige Laufeinheit nur mit meinen Armen durchgeführt. Nur so läßt sich mein Gefühl
erklären, was heute morgen um 7:00 Uhr bei meinem Schwimmtraining schon nach 50m aufgetreten ist. Eigentlich hat man im Oberarm einen Bizeps und als kleinen Gegenspieler einen Trizeps, die
sich in regelmäßigen Abständen anspannen und entspannen sollen und sich dadurch gegenseitig zu einer starken Einheit ergänzen sollen. Bei mir geriet der Trizeps zum Triceratops (Dinosaurier aus
der Kreidezeit) und der Bizeps dachte sich, dem zeig´s ich und verhielt sich wie ein Tyranosaurus (Gegner des Triceratops). Somit war es nix mit einer starken Einheit (damit sind die
Muskelspieler gemeint) und mein Schwimmen geriet zu einer regelrechten Laktatorgie. Eigentlich wollte ich lange Einheiten im Kraftausdauerbereich schwimmen. Um nicht kompletten Schiffbruch zu
erleiden, stellte ich mein Training um, Angestellte aus dem "Offentlichen Dienst" sind so flexibel , und schwamm kurze Einheiten von 50m bis maximal 150m im WSA Bereich und versucht im
Fahrwasser von Marco die Orientierung zu behalten. Der hielt sich wieder einmal stur an seine Vorgaben und behielt bei seinen 5000m die Oberhand, Respekt. Bei mir war nach 3000m Schicht im
Schacht, denn schließlich wartete noch eine Radeinheit im Kraftausdauerbereich auf uns.
Um 12:00 Uhr ging´s über Gailbach und Soden Richtung Amorbach weil dort die Sonne zu scheinen schien. Den Anstieg nach Vielbrunn in gewohnt lockerer Manier überstanden hielt uns auch der
Gegenwind auf der Rückfahrt nicht davon ab, unsere kleinen Tempospiele aufzuführen. Das Wetter hielt und meine Wahl auf 3/4 Radhose ging in Ordnung. Morgen gibt´s daselbe Radmenü, ohne Vorspeise
(Schwimmen), dafür wird der Hauptgang etwas extensiver und je nach Beingefühl auch etwas intensiver, Lanzaraote steht schließlich im Kalender.
Keep on training.
von hubertuswiedermann
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Sommerzeit allez, Winterzeit ade. Somit war die Nacht noch um eine Stunde kürzer. Die zwei einsamen Cowboys trafen sich zu gewohnter Runde am
Volksfestplatz um im diesmal gleichmäßigen Tempo bis zur Mainschleuse bei Kleinwallstadt zu laufen. Bei unserer Wende bei 15km stand der Zeiger auf 70min was 4:40min/km bedeuteten.
Bei jetzt leichtem Rückenwind, jawohl ihr habt richtig gelesen, also bei Rückenwind lebt es sich ja gelegentlich etwas leichter, liefen wir die nächsten 5km in 4:30min/km um auf den letzten
10km die Bremsen zu lösen und mit 4:09min/km zurück zu fliegen. Letzt endlich benötigten Marco und ich für die zweiten 15km 64min, was einem Tempo von 4:16min/km entspricht. That´s enough,
ich habe beschlossen die Woche mit einem Familientag zu beenden und das für heute Abend geplante Schwimmen in das morgige Programm zu integrieren.
Keep on relaxing.
von hubertuswiedermann
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Mein Nachtdienst ist zu Ende, kurz mit meiner Frau ein gemeinsames Frühstück eingenommen und schon kann es losgehen zu unserer geplanten Radausfahrt im
Grundlagenausdauerbereich (GA1). Fünf Stunden soll sie dauern. Da wir um 9:00 Uhr losfuhren, blieb mit nicht die Spur einer Chance, etwas Schlaf zu bekommen, aber ich bin Kummer gewohnt. Der Wind
von Gestern, was soll ich sagen, stand mit uns immer noch auf Kriegsfuß, will sagen, es war nicht sehr erbaulich, schon auf der ersten Stunde seine ganzen Körner zu verbrauchen, die wenigen
die von Gestern noch übrig geblieben sind. Nach 11/2 Stunden fuhr Michael, unser Radtalent, alleine nach Hause und Marco und ich verblieben als die einzigen einsamen Ritter der
Landstraße, um sich auf die restlichen 31/2 Stunden zu stürzen. Nach zwei Stunden hatten wir etwas Rückenwind was uns zu der Annahme kommen ließ, daß uns auf dem Rückweg noch einiges bevorstand.
Wir sollten recht behalten. Unser Weg führte uns über Kreuzwertheim nach Marktheidenfeld und durch das wunderschöne Hafenlohrtal, natürlich in ansteigender Richtung und mit strammen
Gegenwind nach Weibersbrunn, wo uns doch tatsächlich noch eine geschlossene Schneedecke von 5cm Höhe erwartete, zum Glück waren die Straßen trocken und befahrbar. Unterweg machten wir einen
Boxenstop an einer Tanke und erreichten mit Fastfood und einem Liter Coca Cola einen so genialen Zuckerschock, der uns den Wind, der uns unsere letzten Falten aus dem Gesicht bügelte, glatt
vergessen ließ. Nur kurz vor Mespelbrunn geriet mein linker Oberschenkel kurzzeitig außer Kontrolle und ich mußte für die letzten Steigungen aus dem Sattel gehen um nicht einem kompletten
Krampfanfall zu erliegen. Die letzten Kilometer gingen eigentlich nur noch bergab bis auf den klitzekleinen Anstieg von Straßbessenbach über Grünmorsbach hoch nach Haibach. Egal, der Körper
zerfiel eh langsam in seine Einzelteile. Am Schluß standen fast 155 Kilometer auf dem Roadmap in einem Tempo von 30km/h. Nicht schlecht für die "alten Männer", die sich nach einem Nachtdienst im
Krankenhaus oder einem Spätdienst am Pizzaofen nicht wirklich jünger fühlen. Wie ich aber morgen die 30km Laufeinheit überstehen soll ist mit schleierhaft. Wie sagen immer meine
Stationsärzte bei komplett belegter Bettenlage, heut ist heut und morgen scheint auch wieder die Sonne.
Keep on shining.
von hubertuswiedermann
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Der März ist fast vorbei, und mein Radbalken in meiner Trainingsstatistik will einfach nicht nach oben klettern. Darum stand heute eine Radeinheit auf dem
Programm. Aber vorher ging´s zum Schwimmen nach Hösbach, wo mein Freund Marco schon einsam an der einen Beckenseite die Kacheln entlang schruppte. Zuerst schwamm ich 10x100m
in seinem Sog und gönnte mir dazwischen immer eine seiner 50m Bahnen. Das war aber immer noch anstrengend genug für mich. Danach erhöhte ich auf 10x150m mit "50m Pause", wobei ich Marco
auf den letzten 50m immer wieder etwas verlor. Ach ja, er schwamm natürlich ohne Pausen, man gönnt sich ja sonst nix. Nach immerhin 90min Pause, die Heimfahrt mitgerechnet trafen wir uns,
Marco mit seiner fast neuen Triathlon-maschine, Marcel "gut erholt" nach seinem Laufblock auf Usedom mit seiner nagelneuen Triathlonwaffe und meine Wenigkeit mit seinem "Winterrennrad", um
eine meiner Lieblinseinheiten gemeinsam zu gestalten, ihr wißt schon, Intervalle im "Wettkampfspezifischen Ausdauertempo" (WSA), oder anders ausgedrückt reintreten bis einem die Sonne
aus dem Arsch scheint. Verzeiht mir meine rohe Ausdrucksweise, aber der Ausspruch, Originalton von Marco, beschreibt einfach genau dieses Trainingsgefühl, welches sich dabei einstellt. Nach
kurzer Absprache mit Marco vereinbarten wir 5x20min WSA mit 10min Pause GA1. Nachdem wir uns 20min eingefahren hatten starteten wir die erste WSA Einheit auf dem Radweg ab dem
Wasserwerk in Richtung Obernburg. Wie immer blies uns eine schöne steife Prise in´s Gesicht, anders kennen wir es eigentlich schon gar nicht mehr. Mit einem Tempo jenseits der 37km/h fuhren wir
durch Niedernberg hindurch und landeten wie immer auf unserem heißgeliebten Flurbereinigungsweg nach Obernburg, wo uns ebenso ein traumhafter Kantenwind von vorne das Bikerleben schwer
machen wollte. Dicker Gang aufgelegt und alles in den Tritt werfen was ging, hielten wir den ersten Windattacken stand. Als ich aber beim ersten leichten Anstieg am Ende des
Flurbereinigungsweges aus dem Sattel ging, fühlten sich meine Beine an, als ob mir einer mit einer Axt meine Muskelfasern aufspreiseln wollte. Zum Glück blies Marco auch schon die Backen
auf, so daß ich mich nicht alleine so elendig fühlte musste. Die zehnminütige Pause ging viel zu rasch vorbei, wir fuhren übrigens alle Pausen schneller als 30km/h. Der nächste WSA Abschnitt war
natürlich wieder mit Wind, aber anscheinend stellte sich in unserem Körper ein Wiedererkennungseffekt ein, den wir fuhren immer schneller, jenseits der 40km/h. Wir lösten uns im
Zweiminutenrhythmus in der Führung ab und die letzten vier Minuten jeweils im Minutentakt. Marcel stieg nach dem ersten WSA Abschnitt aus unserer Trainingsgruppe aus, da er nach dem erst am
Donnerstag beendeten Trainingslager auf Usedom eine kurze Ruhewoche einlegen wollte. Somit verblieben nur Marco und ich, um uns im Windschattenspenden abzulösen. Der dritte WSA Abschnitt erfolgte
mit zehn Minuten Gegenwind im Tempo 40km/h und nachdem wir in Höchst im Odenwald gewendet hatten zurück mit einem Tempo jenseits der 45km/h, natürlich mit Rückenwind. Bei dem Tempo waren die
Wechsel in der Führungsposition gar nicht so einfach. Trotzdem behielten wir die sie bei, weil wir dadurch eine höhere und härtere Gangart umsetzten und halten konnten. Den vierten WSA
Abschnitt mußten wir sogar, nachdem wir bis Obernburg mit Rückenwind ein Tempo von fast 45km/h halten konnten, auf dem Radweg nach Wörth bestreiten, also freiwillig wieder eine Strecke mit
Gegenwind ausgewählt. Irgenwann ist einem alles egal, auch der beschissene Gegenwind. Den letzten Abschnitt fuhren wir ab dem Möbelhaus Spilger auf der Bundesstraße in Richtung Niedernberg, durch
Niedernberg hindurch, auf dem Radweg bis Nilkheim und dann Hochwasser bedingt auf der Hauptstrasse fast bis vor nach Aschaffenburg. Alles in allem wieder mit einer Geschwindigkeit über
40km/h, ein wahrhaft geiles Training. Ich freue mich auf einen erholsamen Nachtdienst, um mich regenerieren zu können, den morgen wollen wir uns um 9:00 Uhr zu einer fünfstündigen
Grundlageneinheit auf dem Rad treffen. Gute Nacht.
Keep on sleeping
von hubertuswiedermann
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Donnerstag, 27. märz 2008
Geschafft, 12 Stunden in der Arbeit und dann noch eine schöne lockerere Laufeinheit im Grundlagenbereich über 18km in einem Tempo von 5:00min/km. Ab morgen ist
die Schonzeit vorbei, Schwimmen bzw. Radfahren stehen mit Marco auf der Tagesordnung und dann kommt meine berühmter Nachtdienst. Die Wetter-prognosen bezeugen uns ja einen Radblock über
drei Tage, es scheint, daß uns der Frühling nicht vergessen hat.
Keep on hoping.
von hubertuswiedermann
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15:00 Uhr im Hallenschwimmbad Hösbach nach spannendem Frühdienst, ca. 50 Kinder in tobender Manier im Wasser, auf dem Trainingsplan stehen
100-200-300-400-500-600-600-500-400-300-200-100m im Tempo 1:50min auf 100m, die Pausen sind jeweils 15sec lang. Der Kaffeeduft von der Cafeteria ist nicht wirklich erbaulich, vor allem nicht in
Kombination mit Kuchen und Zuckerstückchen. Egal, wer beim Ironman ankommen will, muß erst mal in´s Wasser. Nachdem die erste Hälfte der Pyramide geschafft ist, gehen die anderen Splits
"fast wie von selbst". Fühle mich zwar wie eine Blinker beim Hochseeangeln, aber bleibe schön im Rhythmus und schlucke nur soviel Wasser, wie ich in mir behalten kann. Zum Schluß
legen sich zwar noch zwei altdeutsche Rückenschwimmer (O-Ton von Marco) mit mir an und mächtig in´s Zeug, mir meine Bahn streitig zu machen. Aber kampflos gebe ich sie nicht
her, schließlich bin ich 168 mal die Sch... rauf und runter geschwommen. Solche Einheiten müssen halt auch sein, es kann nicht immer nur Freude herrschen, auch das Leiden muß gewollt
sein. Am Ende wird der Sieg über sich selbst purer Genuss.
Keep on fighting.
von hubertuswiedermann
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50% Gegenwind, 40% Windkante, 10% Rückenwind, ideale Bedingungen um für drei Stunden seine Kraftausdauer auf dem Rad zu verbessern. So geschehen war es
heute besser als was uns die Wettervorhersage versprochen hat. Die im Anschluß folgende Laufeinheit über 18km mit 2x1000m in ca. 4:00min waren ausreichend um mit seinem Trainingspensum
zufrieden zu sein. Zufriedenheit ist übrigens nicht ganz der richtige Ausdruck für meine Gefühle die sich heute morgen eingestellt haben, nachdem wir wissen, das meine Frau keine
Knochenmetastasen oder Metastasen in irgendwelchen Bauchorganen hat. Es gibt anscheinend doch eine gewisse Art von Gerechtigkeit in unserem Leben und unsere Glückssträhne ist nicht gänzlich
gerisssen. Jetzt gilt unsere ganze Kraft und Konzentration der Chemotherapie die nächste Woche am Donnerstag beginnt und der im Anschluß daran stattfindenden Strahlentherapie.
Keep on fighting.
von hubertuswiedermann
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