Heute war Eröffnung der Freibadsaison in Aschaffenburg. Nix für Warmduscher bei den Tempera-turen, gut das die Hallenbäder noch geöffnet haben.
Nachdem Paul beim ersten Radversuch in den gewohnten Regen gekommen war, genügte ein Anruf und schon stand unsere Trainingsvariante für heute nachmittag fest, 2h Druck auf dem Rad und danach noch
Laufen mit progressiver Tempogestaltung bis 4:00min/km.
Gesagt, getan.
Unsere Radeinheit stand wieder unter schönem windigem Einfluß, nichts desto trotz sollten wir ja mit Druck auf der Pedale fahren. Also Unterlenkerposition eingenommen und getreten bis sich
leichte Verhärtungen in der Beinmuskulatur bemerkbar machten. Diesen Zustand behielten wir dann für die nächsten 100min bei und fuhren Niedernberg, Obernburg, Wörth, Klingenberg und über
Elsenfeld zurück. Bis kurz vor Aschaffenburg hielt sich unser Gegenwind tapfer und spielte uns immer wieder eine steife Prise in die Speichen, so daß uns niemals langweilig wurde.
Eine halbe Stunde später trafen wir uns mit Marcel am Volksfestplatz und liefen nach Niedernberg in noch angenehmen aber nicht langsamen Tempo. Nach ca. 7km wendeten wir und strebten
unserem geplanten Tempo entgegen. Nach 2km hatten wir in etwa unser Tempo gefunden, doch zufrieden, weit gefehlt. Marcel zog spielerisch das Tempo immer weiter an und der nächste Kilometer gelang
uns, besser mir, in 3:46min, denn für Marcel waren es höchstens GA2 und Paul hatte mit den Wildschweinen im Unterholz zu kämpfen. Die beiden folgenden Kilometer waren noch schneller, ich schätze
3:40min und darunter. Marcel hatte es sich nämlich zur Aufgabe gemacht, mir die letzten Blutreserven leer zu pumpen. Immer dann wenn ich sprichwörtlich an seinen Hacken klebte, verlängerte er
seine Schritte und schon lagen einige Meter zwischen ihm und mir. So weckte er in mir den Mörderwahn und ich versuchte die Lücke zu schließen. Erst als es zum Nilkheimer Sportplatz hochging, nahm
er das Zepter in die Hand und enteilte mit einer unverschämten Leichtigkeit.
Oben angelangt erholten wir uns und nahmen unseren Waldläufer, der den Wildschweinen ohne erkennbare Verletzungen entkommen war, mit zurück zum Volksfestplatz.
Alles in allem ein hervorragender Trainingstag, und das nach einem wirklich schweren Frühdienst.
Neueste Kommentare