Die Harten kommen in den Garten, die ganz Harten in den Vorgarten. Sch...Mann, was hatte ich für breite Beine heute morgen. Schon beim aussteigen aus dem Auto
sagte mir mein Laktatgewissen, daß heute ein ganz schwerer Tag auf mich warten würde. Ich sollte Recht behalten.
So wie vereinbart wollten Marco und ich die erste Hälfte unserer 30km Einheit zügig, aber doch locker in 1:10h (4:40min/km) anlaufen. Eigentlich hätte ich schon nach den ersten
500m umkehren können, so hart mußten hier meine Muskeln arbeiten. Durch Umwege wegen des Hochwassers von ca. 100m gelangten wir nach doch nur 1:08h (4:32min/km) zu unserer Wendemarke, wo
kleine Jungs erst einmal für große Tiger gehen mußten.
Eigentlich sollte jetzt der progressive Teil unseres Trainings kommen, bei dem wir die zweite Hälfte etwa 5-6min schneller laufen wollten. Ab hier signalisierte ich Marco, der wie mir scheint bei
seinen Laufeinheiten im Vergleich zu letztem Jahr deutlich schneller läuft, daß jeder für sich versuchen sollte, seine Progression so groß wie möglich zu gestalten.
Gesagt getan, die ersten 3km auf dem Rückweg steigerten wir auf 4:20min/km und ab Ausgang Großwallstadt steigerte Marco auf mindestens 4:00min/km, die genauen Daten liefere ich nach, während
ich versuchte, mein Tempo bei 4.20min/km zu stabilisieren. Ab dem 25km hatte ich eigentlich keine Beine mehr, dafür spürte ich meine beiden Oberarme doppelt so stark, liegt wohl noch an
meinen Liegestützen. Die Zwischenzeiten im Auge merkte ich das gewünschte Tempo halten zu können. Auf dem Rückweg gabs natürlich erneut die 100m Umweg, egal das Ziel vor Augen hielt ich irgenwie
den Körper aufrecht und kam knapp unter 1:05h (4:20min/km) zu unserem Startpunkt zurück.
Sehr zufrieden, trotz bescheidenem Körpergefühl, die geplante Trainingseinheit einigermaßen durchgeführt zu haben, beschloß ich, mir für heute Ruhe zu gönnen und das abendlich Schwimmen
abzusagen. Morgen ist auch noch ein Tag, außerdem stehen für nächste Woche sehr viele gemeinsame Trainingsstunden auf dem Programm, Schluck, Lanzarote rückt immer näher.
Keep on living.
LG, Ramona